Unternehmensführung mit der Balanced Scorecard (BSC)

Welche Informationen benötigt der Unternehmer für die Unternehmenssteuerung?

Die Praxis der Unternehmensführung im Mittelstand zeigt in den letzten Jahren immer mehr den Trend zur BSC. Was verbirgt sich dahinter und welche Vorteile hat die BSC? Letztlich ist die BSC eine Führungsinstrument, mit dem der Unternehmer gewissermaßen auf einen Blick Stärken und Schwächen seines Unternehmens erkennt. Ins Deutsche übersetzt bedeutet BSC „ausgeglichener Wertemesser“.

Das Prinzip ist relativ einfach, bedarf jedoch vor Einführung und Anwendung einiger Vorbereitungszeit. Dabei ist die BSC kein starr vorgegebenes Instrument, sondern wird auf die individuellen Bedürfnisse und Erfordernisse eines jeden Unternehmens entwickelt. Messgrößen von Erfolgsfaktoren sind die Ertragskraft, die Mitarbeiter und Kunden sowie die organisatorischen Abläufe eines Unternehmens. Dabei werden branchen- und unternehmensspezifische Kennzahlen festgelegt. Wichtig hierbei ist auch, von vornherein Parameter bzw. Benchmarks festzulegen, die eine gewisse Ampelwirkung auslösen sollen.

Ziele der BSC liegen auf der Hand: Im Erfolgsfaktor „Ertrag“ soll z.B. erkennbar werden, dass das Betriebsergebnis sowohl absolut als auch relativ wächst. Gemessen werden kann dies an Kennzahlen wie Rohertragsquote, Aufwandsrentabilität oder der Risikoquote bei den Debitoren (Kunden). Bei den „Mitarbeitern“, die in vielen Fällen das Kapital des Unternehmens schlechthin darstellen, geht es um Mitarbeiterzufriedenheit und –motivation. Der Erfolgsfaktor „Kunden“ wird beherrscht durch Themen wie Umsatzquote je Kunde, Hauptumsatzkunden, Kundenwanderungen uvm. Schließlich geben Kennzahlen wie Personalkosten je Kunde,  Personalkosten je Transaktion oder  Ertrag pro qm-Verkaufsfläche schlüssige Hinweise auf Verbesserungspotenzial in der Organisation von Abläufen.

Die BSC eröffnet vielfältige Möglichkeiten, das eigene Unternehmen kritisch zu durchleuchten und ermöglicht zeitnahes Handeln. Gemessen wird nämlich monatlich zu bestimmten Terminen (in der Regel nach Vorliegen der Monats-BWA)