Controlling im Mittelstand - Notwendigkeit oder zu viel Aufwand?

Der betriebswirtschaftliche Begriff „Controlling“ wird im mittelständischen Alltag häufig fälschlicherweise mit Kontrolle übersetzt. Allerdings ist diese Begriffsbestimmung nicht ganz korrekt. Unter Controlling verstehen wir eigentlich die „Steuerung des Unternehmens“ anhand von Parametern, welche auch zur betrieblichen Steuerung geeignet sind. Hierzu gehören je nach Betriebsgröße und Branche unterschiedliche Kennzahlen, die individuell auszuwählen sind. Ist für ein Unternehmen der Umsatz pro qm-Verkaufsfläche oder der Deckungsbeitrag je Mitarbeiter wichtig, kann dies bei anderen Unternehmen völlig anders gelagert sein. Ausgehend von betriebswirtschaftlichen Kennziffern und deren Veränderungen im Zeitverlauf sollen Entscheidungen zur künftigen Unternehmensentwicklung getroffen werden. So wird es immer wichtiger, rasch Schwachstellen im eigenen Unternehmen zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Ein funktionierendes Controlling setzt jedoch voraus, dass der Unternehmer zeitnah informiert ist und ebenso zeitnah seine Entscheidungen umsetzt. Dies wiederum setzt voraus, dass man regelmäßig das Instrumentarium benutzt und damit arbeitet. Leider sieht die Praxis im Tagesgeschäft in vielen Fällen anders aus. Dabei sollte Controlling möglichst einfach und nachvollziehbar sein. Wird das Instrumentarium hingegen überfrachtet mit fachspezifischen Kennzahlen und Formeln, so verhindert das Dickicht die erfolgreiche Anwendung und den regelmäßigen Umgang mit Controlling. Bei der Auswahl der für Ihr Unternehmen geeigneten Kennzahlen bieten wir gerne Hilfestellung. Letztlich lohnt sich auch bei kleineren und mittleren Unternehmen das regelmäßige Auseinandersetzen mit den eigenen Zahlen.